Responsive Webdesign

Keine Angst vorm Scrollen!

Viele Kundinnen und Kunden wünschen sich eine moderne Website, sind jedoch gleichzeitig von der – ich nenne sie mal Die-Seite-ist-zu-Ende-Angst bessessen. Dabei handelt es sich um die Befürchtung, dass Website-Besucher nur das gewünschte bildschirmgroße Foto oder den vollbreiten oder bildschirmfüllenden Slider sehen und nicht bemerken, dass die Seite unten noch weitergeht. Dieser Artikel ist ein Versuch der Heilung.

Früher war nicht alles besser

Früher war die Welt DIN A 4. Oder DIN A 5. Bestenfalls DIN A 3, da hatte man mehr Platz. Egal wie groß, am Ende der Seite war Ende. Zu Beginn der digitalen Welt war die DIN A 4 Seite fast identisch mit dem Bildschirm. Auch Websites entsprachen quasi dem statischen Aufbau eines Buches:
Umblättern war Klicken = nächste Seite.
Jetzt machen wir einen großen Sprung:

Plötzlich gab es diese Smartphones! 

Das lästige Klicken und Fummeln auf dem Handydisplay wurde abgelöst durch die mittlerweile weltweit bekannte Wischbewegung. Während die digital Natives, also die, die mit diesen Dingen aufgewachsen waren, auf ihren Smartphone-Displays wischten, als hätten sie nie etwas anderes getan, taten wir uns mit unseren klobigen Erwachsenenfingern recht schwer. Wir drückten zu fest auf den Touchscreen und an das leichte Wischen mussten wir uns erst gewöhnen.
Das war so intuitiv und einfach, dass es uns schwer fiel.

Etwas, das man intuitiv und ohne Gebrauchsanleitung bedienen kann –
das waren wir nicht gewohnt. 

Der große Wandel vom Klick zum Wisch

Neben den ersten Smartphones enterten plötzlich Bildschirme in allen denkbaren Größen den Markt: Smartphones, Laptops, Tablets verschiedener Hersteller mit verschiedenen Bildschirmgrößen, die auch noch hochkant (Porträtmodus) oder quer (Landscape-Mode) gehalten werden konnten.
Eine riesige Herausforderung für Webdesigner.

Lange Zeit erschienen Websites in einer Art Mini-Desktop-Version auf den mobilen Endgeräten. Meist mit Mini-Menüpunkten, die kaum noch lesbar und noch weniger ansteuerbar waren. Wer über die entsprechende Fingerfertigkeit verfügte, konnte zoomen und die Website-Inhalte vergrößern. Oder man schaltete auf die Reader-Ansicht um, dann konnte man die Inhalte vernünftig lesen, das Design war jedoch mehr oder weniger verschwunden. Was heißt hier eigentlich „war“? Sehr viele Websites sind auf diesem Standard stehen geblieben und dümpeln im Netz, unbachtet von Suchmaschinen, vor sich hin.

Die Geburt des responsive Design

Ich weiß nicht, wer auf die Idee mit dem responsive Design gekommen ist,
aber es war eine gute Idee!

Responsive Design bedeutet, dass die Website merkt: „Aha, derjenige, der mich aufrufen will, hat ein iPad in der Hand und er hält es quer!“ Oder: „Oh, der Typ, der mich aufrufen will, hat ein cooles Macbook Air. Der Bildschirm ist 1366Pixel breit, jetzt zeig ich dem mal, wie gut ich auf einem Macbook-Air-Bildschirm aussehe.“
Die Website passt sich also genau dem Endgerät an, von dem sie aufgerufen wird. Für Webdesigner bedeutet das eine Menge mehr Arbeit. Aber wir tun es gern! Damit deine Website auf JEDEM Gerät super aussieht und bedient werden kann. Google mag das auch und diese Optimierung bringt deine Website in den Suchergebnissen weiter nach vorne.

Keine Angst vor dem Ende!

So und jetzt zurück zu meinen lieben und weltbesten KundINNen und denen, die es werden möchten.

1. 

Nehmt Abschied vom Bildschirm als Seite.
Es ist müßig, Inhalte so darzustellen, dass sie auf den Bildschirm, der auf eurem Schreibtisch steht, passen. Schon der zweite, der die Seite aufruft, hat höchstwahrscheinlich einen ganz anderen Bildschirm. Oder er liegt in seinem Bett und sieht sich deine Seite auf dem iPad an. Quer!

2.

Der dicke Pfeil oder gar der Hinweis „Bitte weiter nach unten scrollen!“ unter dem schönen Startseitenfoto darf, aber muss nicht sein. Scrollen oder wischen ist im Jahr 2016 selbstverständlich und niemand glaubt, dass die Seite am unteren Bildschirmrand zu Ende ist.

Unterschätzt eure Kunden nicht! Wer durch ein tolles Full-Screen-Foto beeindruckt ist, wird nicht glauben, dass das alles ist. Er – oder sie – wird alles tun, um mehr herauszufinden. Wischen, schieben, scrollen, am Mausrad drehen …

Ich freue mich darauf, deine moderne Website online zu bringen!

Und
ich
bin
stolz
auf
dich,
weil
du
bis
hier
unten
hin
gelesen
und
gescrollt
oder
gewischt
hast!

Geht doch!

 

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