Keine Angst vor Gutenberg

WordPress renoviert seinen Editor

Endlich – sagen die einen. Panik –  schieben die anderen. WordPress, ein riesigen Open Source Redaktionssystem für Websites, revolutioniert seinen Editor. Der neue heißt Gutenberg und wird mit dem anstehenden WordPress Update 5.0 automatisch aktiv.

Bisher konnte man Gutenberg schon als Plugin testen, in Zukunft wird der alte Standard Editor als Plugin erhältlich sein.

Ehrlich gesagt: Es wurde auch Zeit! Der alte Editor ist reichlich aus der Mode gekommen, ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal damit gearbeitet habe. Gutenberg wird viel intuitiver zu handhaben sein und geht in Richtung Page Builder, das heißt: Es wird Textblöcke, Bildblöcke und viele weitere Blockmodule geben, die man einfach editieren und verschieben kann. Das finale Layout ist so schon in der Bearbeitungsphase einigermaßen ersichtlich – wie das in vielen Page Builder Systemen und visuellen Editoren schon lange Standard ist.

WARUM ALSO DIESE PANIK?

Sieht man sich im Netz und gewissen Foren um, so droht mit dem neuen WordPress-Update der Supergau. Klar, wenn man einen großen Webauftritt hat oder – als Agentur – zahlreiche Websites verwaltet, beschleicht einen in der Tat eine gewisse Anspannung – hoffentlich geht alles gut! Den Zeitpunkt des Updates, nämlich heute, am 6. Dezember 2018, halte ich auch für ungünstig. Viele Website-Betreiber stecken mitten im Weihnachtsgeschäft, die Zeit ist knapp und den Absturz des Weihnachtswebshops möchte man in der Vorweihnachtszeit auch nicht unbedingt provozieren. Was ist zu tun?

  • Themes updaten
  • Plugins updaten
  • PHP-Version überprüfen
  • Abwarten
  • Cool bleiben

Erst denken, dann updaten

Sorgen machen müssen sich Website-Betreiber, die Ihre Website jahrelang vernachlässigt haben. Das ist sträflich und kann auch in Bezug auf PHP 5 schlecht ausgehen, das in Zukunft nicht mehr unterstützt wird. Veraltete PHP- und  WordPress-Versionen können dafür sorgen, dass die Website bald nicht mehr funktioniert.

Vor dem Update auf WordPress 5.0 solltet Ihr überprüfen, ob alle installierten Themes und Plugins fit sind für den Gutenberg-Editor. Themes, die seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurden: rausschmeißen! Plugins, von denen es seit Jahren keine Updates mehr gegeben hat: weg damit und durch eine moderne Version ersetzen. Wenn Ihr mit Themes und Plugins arbeitet, die kontinuierlich weiter entwickelt und upgedatet werden, dann könnt ihr davon ausgehen, dass sich die Entwickler auch mit Gutenberg beschäftigt haben und darauf vorbereitet sind. Wenn Ihr Zweifel habt, schreibt die Theme- und Plugin-Entwickler an und fragt nach.

Im Zweifel lieber ein paar Tage oder Wochen abwarten, bis Themes und Plugins Gutenberg-ready und kompatibel sind. 

Alles Messie und jetzt?

Du hast vorschnell auf den Update-Button geklickt und deine Website ist komplett Schrott?

Als erste Hilfe kannst du Folgendes tun:

  • Mache ein Rollback auf die vorherige Version von WordPress und kümmere dich dann in Ruhe um alles Notwendige. Sind Themes und Plugins Gutenberg fähig? Ist die PHP-Version mindestens 7.0 etc.
  • Oder installiere den klassischen Editor als Plugin und arbeite damit, bis alle Komponenten auf deiner Website Gutenberg kompatibel sind.
  • Ziehe einen Profi zu Rate, der sich das Ganze anguckt oder nutze den Zeitpunkt um deiner 80er-Jahre-Website endlich ein modernes Gesicht zu verpassen.

Webdesign aus Köln

Na ja gut, aus Bergisch Gladbach

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